Lockdown und Notbetreuung in der Tagespflege

Ab Mitte März ging es mit der Corona-Pandemie so richtig los. Viele öffentliche Einrichtungen wurden geschlossen, es wurde über eine Ausgangssperre diskutiert, viele haben von einem Tag auf den anderen die Kinder irgendwie Zuhause betreuen müssen und den Arbeitsplatz ins heimische Wohnzimmer verlegt.

Am 17.03.2020 hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) entschieden, dass auch die Tagespflegen in NRW ab dem 18. März schließen und den Gästen ein Betretungsverbot aussprechen müssen.

Für viele pflegende Angehörige war das ein großer Schock, denn die Betreuung des Angehörigen in der Tagespflege ist ein fester Bestandteil der täglichen Versorgung und Entlastung der eigenen Kräfte. Viele äußerten Bedenken, ihren Angehörigen über mehrere Wochen ohne die Entlastung durch die Tagespflege betreuen zu können, ohne die eigenen körperlichen und psychischen Grenzen zu überschreiten.

Zum Glück gab es aber auch für uns die Möglichkeit, eine Notbetreuung einzurichten. Hier wurde individuell erörtert, ob die pflegenden Angehörigen z.B. in einem systemrelevanten Beruf arbeiten oder glaubhaft bestätigen, dass sie mit der Versorgung ihres Angehörigen überfordert sind.

Viele Telefonate wurden geführt und zum Schluss stand die kleine Gruppe der Notbetreuung. Im Alltag der Tagespflege sind wir allerdings auch sehr eingeschränkt. Viele hygienische Bestimmungen müssen eingehalten werden, z.B. ein Mindestabstand von 1,5 m zwischen den Gästen und zu den Mitarbeitern, tägliches Desinfizieren aller Kontaktflächen, Tische, Stühle und Handläufe und die Mitarbeiter tragen einen Mundschutz. Es darf nicht mehr gesungen werden und das Umherlaufen in der Einrichtung ist auch untersagt. Normalität sieht anders aus.

Wir dürfen gespannt sein, wie lange uns die Pandemie noch in Atem hält. Passen Sie auf sich auf!

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